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Wenn Sie nur wenig Vorstellungen darüber haben, welche Therapieformen es gibt und welche zu Ihnen und Ihrem Leiden passen könnte, möchte ich Ihnen hier einen groben Überblick geben. Auch welche Berufsbilder bzw. Bezeichnungen es gibt und wie Sie die Kosten ggf. Erstattet bekommen können finden Sie demnächst hier.

Ein Psychologe ist jemand der Psychologie studiert hat, das ist zunächst eine recht wissenschaftliche Ausbildung. Dieser Mensch kann dann noch eine mehrjährige Ausbildung in einer oder mehreren Psychotherapiemethoden absolviert haben er oder sie sich psychologischer Psychotherapeut nennen. Dieser Titel ist geschützt und wird meist als Freier Beruf ausgeübt. Wenn dieser Mensch dann auch noch zufällig oder beabsichtigt die Methoden erlernt hat die deutschen Krankenversicherungen für hilfreich halten, dann könnte dieser Mensch ihnen eine mit der Krankenkasse abrechenbare Psychotherapie anbieten, vorausgesetzt er oder sie hat auch eine Kassenzulassung und freie Kapazitäten in der Praxis.

Auch ein Psychiater kann mit der Kasse abrechnen er ist ein Facharzt und hat Medizin studiert z. B. mit der Fachrichtung Psychotherapie. Aber auch andere Fachärzte bieten Psychotherapie an z. B. der Facharzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie. Sie merken schon das der Bereich etwas unübersichtlich ist. Ob jemand Erfolge als Therapeut erzielt hängt nur zum Teil von seiner Ausbildung ab, sondern meiner Meinung nach von seiner Persönlichkeit und dem Kontakt der zwischen Ihnen und dem Therapeuten entsteht.

In Deutschland gibt es schon sehr lange den Beruf des Heilpraktikers auch dieser kann eine Therapiemethode erlernt haben. Diese Methode kann eine psychotherapeutische sein. Seit vielen Jahren gibt es den speziellen Heilpraktiker für Psychotherapie, dieser darf ausschließlich psychotherapeutisch tätig sein, also nicht auch zusätzlich Heilpflanzen oder Massage anbieten. Bei allen Heilpraktikern ist es wichtig zu wissen, dass die Berufsbezeichnung als solche nichts über die Qualität dieser Person als Anwender der Methode Psychotherapie aussagt. Die Zulassung als Heilpraktiker bestätigt zunächst nur das dieser seine gesetzlichen Grenzen kennt und für seine Handlungen haftet, weil er weiß was er medizinisch nicht tun darf. Wenn er oder Sie jedoch nachweisen kann, dass er eine bestimmte Methode beherrscht darf er oder sie sehr viel tun. Heilpraktiker können einige Leistungen mit einigen Kassen abrechnen aber in der Regel keine psychotherapeutischen.

Der Beruf des Heilpraktikers ist sehr beliebt, weil er anders als der des Arztes nicht an so enge Vorstellungen von Wissenschaftlichkeit gebunden ist. Das betrachte ich persönlich als Vorteil. Nicht nur in der Psychotherapie ist unsere, seit der Aufklärung doch recht Materialistische abendländische Vorstellung von der Welt der Biologie, des Lebens und der Psyche nicht immer ausreichend ist um zu heilen. Damit möchte ich in keinster Weise die riesigen Errungenschaften dieses Ansatzes klein reden. Gerade die Psyche ist es aber die besonders in den alten Hochkulturen Asiens schon seit Jahrtausenden erforscht wird. Viele dieser alten Techniken und Ansichten finden heute Einzug in „moderne“ Therapiemethoden. Bei der Integration dieser am Anfang oft als unwissenschaftlich betrachteten Verfahren leisten die Heilpraktiker einen wichtigen Beitrag.

Eine neue Berufsbezeichnung ist der Heiler oder Heilerin diese/dieser macht z. B. Fernheilung, Handauflegen oder Gebetsheilung. Das hört zunächst sehr esoterisch an. Ist es aber auch, wer hat nicht schon mal von einer erfolgreichen Behandlung von Warzen durch Besprechen gehört! Das Feld ist vielfältig und greif auch in die Psyche ein. Hier ist zu beachten das der Heiler nicht wie der Heilpraktiker eine gute Grundkenntnis des medizinisch machbaren, notwendigem und ggf. meldepflichtigen Krankheitswissens hat. Eine nicht erkannte ansteckende Krankheit kann weitreichende Folgen haben. Die eigene Verantwortung sollte niemals an der Garderobe abgegeben werden weder beim Arzt noch beim Heiler.  

Bleiben noch die zu nennen die ohne einen offiziellen Rahmen eine gute Ausbildung in einer anerkannten oder erfolgreichen Therapiemethode erlernt haben könnten. Das könnten Sozialpädagogen, Erzieher, Kindergärtner, Pfarrer Krankenschwestern usw. sein. Diese Gruppe kann auch meist nicht mit Kassen abrechnen.

Die Abrechnung mit Kassen ist aber nicht die einzige Methode eine notwendige Psychotherapie zu finanzieren. Dazu entsteht demnächst eine weitere Seite, weil es an einem Überblick fehlt und es immer wichtiger wird die Finanzierung durch andere Träger zu realisieren.